Schmetterling | Hospizverein Bayreuth

Wir sind für Sie da: Hospizverein Bayreuth

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Begleitung schwerkranker und trauernder Menschen. Die Bedürfnisse der Betroffenen stehen im Mittelpunkt unserer Tätigkeit.

Mit unserem DaSein, MitGehen, MitTragen und HaltGeben wollen wir Ihnen beistehen.

Unsere Hilfe steht allen Menschen offen und es entstehen keinerlei Kosten.

Begleitung

Die überwiegende Zahl der Menschen möchte zu Hause sterben. Geschulte, ehrenamtliche Hospizbegleiter begleiten auf Wunsch schwerstkranke Menschen und entlasten Angehörige, mit dem Ziel ein Sterben möglichst in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Wir begleiten zu Hause, in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe, in Kliniken, auf der Palliativstation und im Albert Schweitzer Hospiz.

Unser Anliegen besteht darin eine bestmögliche Lebensqualität und Würde bis zum Lebensende aufrechtzuerhalten.

Eine Begleitung ist stets individuell. Hospizbegleiter/innen nehmen sich z. B. Zeit:

  • für Gespräche,
  • für praktische Hilfen,
  • für Spaziergänge,
  • zum Vorlesen,
  • zum Erfüllen von möglichen Wünschen,
  • zum gemeinsamen Schweigen und Aushalten,
  • zur Entlastung und Unterstützung der Angehörigen
  • Gesprächspartner in der Auseinandersetzung mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer

Nach einem persönlichen Gespräch mit der Koordination vermitteln wir je nach Wunsch und Bedarf Besuche von einem Hospizbegleiter. Die Häufigkeit und der Umfang der Begleitung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Gegebenheiten. Durch das ehrenamtliche Angebot entstehen Ihnen keine Kosten. Hospizbegleiter unterliegen der Schweigepflicht.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Beratung

„Ein mir nahestehender Angehöriger ist in seiner letzten Lebensphase. Was kann ich für ihn tun? Wie kann eine gute Versorgung aussehen? Wo bekomme ich Hilfe und welche Angebote gibt es?“

Bei diesen Fragen helfen wir in der konkreten Situation gerne weiter. Oftmals müssen kurzfristige Lösungen und schnelle Hilfen gefunden werden.

Als Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst beraten wir über die Möglichkeiten einer ganzheitlichen Versorgung und Begleitung von Betroffenen sowie Angehörigen während einer schweren und unheilbaren Erkrankung.

Wir helfen Ihnen dabei, diese schwere Zeit zu bewältigen und Hilfsangebote für ein bestmöglichstes Umsorgen eines Menschen in seiner letzten Lebensphase zu finden.

Trauerarbeit

In unserer schnelllebigen Gesellschaft hat Trauer wenig Raum und Platz. Sie als Trauernde/r sind häufig sich selbst überlassen und fühlen sich oftmals isoliert und einsam. Durch den Verlust des nahestehenden Menschen verändert sich das eigene Leben meist grundlegend. Vieles wird in Frage gestellt. Oft auch die Sinnhaftigkeit des eigenen Weiterlebens.

Trauer ist ein Zeichen der Liebe und des Schmerzes darüber, was der Verstorbene Ihnen bedeutet hat. Der Schriftsteller C.S. Lewis sagte in seiner Trauer: „Der Schmerz, den ich jetzt erlebe, ist Teil meines gewesenen Glücks.“ Die Seele weint um das, was sie geliebt und verloren hat. Das braucht für den Einzelnen individuelle Zeiträume. Es gibt kein Schema der Trauerbewältigung, nur den Grundsatz, dass durchlebte Trauer eine heilende Kraft für die Seele und den Körper hat.

Einzelbegleitung

Die Einzelbegleitung durch Gespräche durch qualifizierte ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen kann eine Unterstützung auf dem persönlichen Trauerweg sein. Sie richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Trauernden.

Anfragen hierzu bitte über das Hospizbüro.

Trauerbegegnung miteinander

Der Tod hinterlässt eine Leere, die sich meist in großer Traurigkeit bemerkbar macht. Gerade dann ist wichtig zu erleben, dass Sie mit Ihren Gefühlen und Erfahrungen nicht alleine sind. Es kann Ihnen helfen, Menschen zu begegnen, die Ähnliches erlebt haben. Gemeinsame Schritte wirken wie Balsam für die Seele. In der Gruppe „Trauerbegegnung miteinander“ ist in einem geschützten Rahmen Zeit und Raum für das, was Sie mitbringen. Durch geleitete Gesprächsimpulse können Sie über ihre Verlusterfahrungen reden, oder auch nur hören, wie es anderen damit geht. Je nachdem was Ihnen gerade gut tut. Sie entscheiden für sich selbst, denn in der Trauer ist es gut auf sich zu achten. Durchlebte Trauer kann eine Neuorientierung ermöglichen, wieder zum Leben führen und zu neuer Kraft und Freude am Leben verhelfen.

Die Begleitung ist kostenlos und wird von qualifizierten ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen angeboten.

Der Hospizverein Bayreuth e.V. lädt ein zur „Trauerbegegnung miteinander“ einem Begegnungsnachmittag für Menschen, die um einen Verstorbenen trauern. Es ist wichtig zu erleben, dass wir mit unseren Gefühlen und Erfahrungen nicht alleine sind. Trauernden kann es helfen, Menschen zu begegnen, die Ähnliches erlebt haben. Gemeinsame Schritte wirken wie Balsam für die Seele.

Eingeladen sind alle, die sich Gespräch, Begegnung und informative Unterstützung auf dem Trauerweg wünschen.

Die neue Gruppe beginnt jedes Jahr im Herbst.

 

Infoabend:

Mi 25.09.2019 Trauerbegegnung miteinander – Informationsabend zur “Trauerbegegnung Miteinander”
Weitere Infos finden Sie hier.

 

Gruppentreffen Trauerbegegnung miteinander

Die neue Gruppe beginnt am Donnerstag, 10. Oktober von 16.30 – 18.30 Uhr und trifft sich 2 x monatlich, in der Regel jeden 1. und 3. Donnerstag.

Ein späterer Einstieg ist möglich. Wir bitten um vorherige Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 0921 1505292. Unter dieser Nummer erhalten Sie auch weitere Informationen. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Termine 2019:

“Trauerbegegnung miteinander” jeweils 16.30 – 18.30 Uhr im Vortragsraum Hospizverein, Preuschwitzer Str. 101, Bayreuth

10. und 24. Oktober
07. und 21. November
05. und 19. Dezember

Erfahrungsbericht

Wir feiern heute unseren Abschied von einander, wir, der Trauerkreis und Ihr, unsere Betreuerinnen.
Wobei feiern ja immer etwas Freudiges und Angenehmes ist, in diesem Fall jedoch mit Abschied, Loslassen und Weitergehen verbunden.
Beim genaueren Nachdenken sind wir ja aus diesem Grund zusammengekommen, weil jeder für sich einen schmerzlichen Abschied hinter sich hatte, einen geliebten Mensch loslassen musste und nun ist das Weitergehen unser nächster Schritt.
Abschied kann also viele Gesichter haben.

Dem Abschied wohnt auch ein Neuanfang inne. Wir, die wir hier sitzen, wissen allen, dass es euch ein Herzensanliegen ist, dass jede/jeder von uns einen guten Weg gehen möge. In unseren Donnerstag-Sitzungen habt Ihr euer Bestes gegeben, um uns für unsere neue Lebenssituation stark zu machen. Ihr habt uns viele Möglichkeiten aufgezeigt, mit unserer Trauer umzugehen. Sie anzunehmen und zu wandeln, jeder für sich in seinem Tempo und mit seinen Inhalten. Wir haben viel Nähe, Wärme und liebevolles Einfühlungsvermögen von Euch erfahren dürfen. Dafür gilt Euch heute unser aller Dank unser herzlichster Dank!

Wir alle sind heute schon gespannt, wenn wir uns in einem Jahr wieder treffen, wie wir dann denken, fühlen und gehandelt haben, wie wir unser Leben gestaltet haben, denn das ist wohl das Wichtigste, das wir uns wieder trauen, neue Wege zu beschreiten.

Liebes Team, seid von Herzen bedankt, umarmt und gedrückt und von jedem von uns die allerbesten, allerliebsten, allergutsten Wünsche für Euch.
Die Teilnehmer der Trauergruppe 2018/2019.

Helfende Worte für Trauernde

Auch Worte können Halt in schweren Zeiten geben und Trost spenden. Ob als Anregung für Trauerkarten oder als Stütze für die eigene Trauerbewältigung: Lesen Sie gerne durch unsere ausgewählten Worte.

Adieu

Wenn ein Mensch fortgegangen ist, bleiben wir zurück mit dem Schmerz zurück, dass auch auf den schönsten Sommer ein Herbst folgt, dass auch der glücklichste Tag einen Abend hat, und selbst die bezauberndste Melodie irgendwann verklingt. Als Trost bleibt uns nur die Gewissheit, dass auch dieser Schmerz vergänglich ist wie der Winter, die Nacht und die Stille. Nur unsere Erinnerung, unsere Sehnsucht und unsere Liebe sind unsterblich.

Deine Trauer wird ein langer Weg sein.
Ich möchte gerne dann und wann
Ein paar Schritte mit dir gehen,
wenn dein Weg besonders unwegsam vor dir liegt.

Ich kann deine Einsamkeit nicht vor dir nehmen,
aber du sollt wissen, dass ich dir in deiner Trauer nahe bin,
soweit das ein Mensch sein kann.
Bis du wieder Licht siehst und dein Tag einen neuen Sinn findet.

Jörg Zink

Was mich bewegt

Wan muss den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen –
und dann
Gebären…

Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Strümen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit…

Man muss Geduld haben,
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken,
eines fremden Tages in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

Auf der anderen Seite des Weges

Ich bin auf die andere Seite des Weges gegangen.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht nie eine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig, lacht weiter über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weg.
Ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.

Nach Charles Péguy

Leben ist Veränderung

Das Leben bleibt nie dort, wo es gerade ist.
In traurigen Momenten gibt uns das Hoffnung:
Hoffnung, dass der Schmerz leichter wird
Hoffnung den Sinn zu verstehen
Hoffnung auf das Neue

und in glücklichen Momenten?
Sie halten wir fest, machen sie zum Maßstab,
wollen das Gleiche wieder …

Nichts wird so sein, wie es einmal war!

Darin Liegt Hoffnung und Trauer zugleich!

Sich auf das Neue einlassen
Schafft neue glückliche Momente.

… Leben ist Bewegung

Hospizbegleiterschulung

Die Schulung bietet einerseits die Möglichkeit sich mit den Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen. Andererseits dient sie als Voraussetzung für eine mögliche Mitarbeit als ehrenamtlicher Hospizbegleiter. Mit der Teilnahme an diesem Kurs gehen Sie keinerlei Verpflichtung ein.

 

Nächster Informationsabend zur Mitarbeit im Hospizverein:
Montag, 12. Oktober 2020
19.00 Uhr
Vortragsraum Hospizverein

Hospizbegleiterschulung Inhalte

  • Inhalte der Schulung:
  • Die Hospizidee – der Hospizalltag
  • Motivationsklärung
  • Selbsterfahrung
  • Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
  • Besuch des Albert Schweitzer Hospizes und der Palliativstation
  • Das soziale Umfeld – „System Familie“
  • Spiritualität
  • Umgang mit Sterbenden und Hilfe für die Angehörigen
  • Trauer und Trauerbegleitung
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Zusammenarbeit mit Palliativmedizin und Palliative care
  • Begegnung mit Demenzerkrankten
  • Schmerztherapie
  • Ethische Fragen am Lebensende
  • Aufgaben und Einsatzbereiche der Hospizbegleiter
  • Praktischer Tag mit praktischen Anleitungen und Einblick in die Pflege Sterbender
  • „Rund um die Bestattung“
  • Selbstpflege im Ehrenamt
  • Biografiearbeit
  • Rituale

Die Anmeldung zur Hospizbegleiterschulung erfolgt im persönlichen Gespräch mit Frau Wagner oder Frau Zühlke – Koordinatorin des Hospizvereins Bayreuth e.V.
Kursgebühr: 200,00 Euro

„DAS könnte ich nicht!“

„DAS könnte ich nicht.“… diese Reaktion kennen wohl viele, die sich in der Sterbebegleitung engagieren. Auch wir Teilnehmerinnen der Hospizbegleiterschulung 2019 hören diesen Satz des öfteren, wenn wir in unserem Familien- oder Freundeskreis von der Kursteilnahme im Hospizverein berichten. „DAS könnte ich nicht.“… – hinter dem „DAS“ steckt etwas, das vielen Menschen (verständlicherweise) Angst macht: die Auseinandersetzung mit dem Lebensende, mit dem möglichen Tod eines (nahestehenden) Menschen, der Gedanke an Leid und Hilflosigkeit und nicht zuletzt an die eigene Sterblichkeit.

Ich kann von mir natürlich auch nicht behaupten, frei von diesen beunruhigenden Gedanken zu sein. Und doch gibt es daneben noch „etwas“, das mich und meine Kurskolleginnen dazu bewogen hat, an der diesjährigen Hospizbegleiterschulung teilzunehmen. Dieses „etwas“ ist bei jeder Teilnehmerin anders, jede von uns hat ihre eigenen Gründe und eine individuelle Motivation, sich mit dem Thema Sterbebegleitung näher auseinanderzusetzen.

Neben den qualifizierten Informationen, die wir durch Fachvorträge, Selbsterfahrungseinheiten und Kurzpraktika in ca. 120 Stunden erhalten, ist gerade der Austausch über die individuellen Beweggründe ein sehr lehr- und hilfreicher Baustein in diesem Kurs. Ich empfinde es als enorme Bereicherung, mit vielen unterschiedlichen Lebenswegen und -erfahrungen in Berührung zu kommen und dabei zu erspüren, was diese Berührungen in einem selber auslösen.

So werden wir durch den Kurs auf zweierlei Weisen geschult: Zum einen bekommen wir das nötige Fachwissen und erhalten Einblick in die vielen verschiedenen Bereiche der Hospizarbeit. Und zum anderen erleben wir einen geschützten Rahmen, der dazu einlädt, einander achtsam zuzuhören, sich dem anderen zuzuwenden und jeden in seiner Individualität wert zu schätzen. Und genau darum geht es letztlich ja auch in der Hospizarbeit: Zuwenden, Wertschätzen, achtsam sein… Fokussiert man sich auf diese Kernpunkte, so kann auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und Sterbebegleitung etwas weniger beängstigend werden.

Ich bin sehr froh und dankbar für die vielen intensiven und lehrreichen Erfahrungen, die ich in der Hospizbegleiterschulung machen durfte und in den letzten verbleibenden Kurswochen noch machen darf.

In welcher Form und an welcher Stelle jede Teilnehmerin sich nach Ende des Kurses in der Hospizarbeit einbringen kann, wird sich individuell zeigen. Aber sicher ist schon jetzt, dass jede gestärkt und ermutigt aus dem Kurs herausgehen wird. Vielleicht zieht dieser Mut ja weiter Kreise und trägt dazu bei, dass das Thema Sterben weniger bedrohlich und mehr als zum Leben dazu gehörend empfunden wird. Und vielleicht sagen dann auch noch mehr Menschen: „DAS traue ich mich auch…“

Stefanie Gekle
Kursteilnehmerin Hospizbegleiterschulung

Flusslandschaft | Hospizverein Bayreuth | Hospizbegleiterschulung

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Geschulte Beraterinnen und Berater informieren, beraten und unterstützen Sie beim Erstellen einer rechtsverbindlichen Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht.

Die Beratung ist kostenlos und findet in unseren Büroräumen oder bei Ihnen zu Hause statt. Sie können alle Fragen zu diesem Thema stellen. Unsere Beraterinnen und Berater unterliegen der Schweigepflicht.

Um einen Beratungstermin zu vereinbaren, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Telefonnummer: 0921 15052-94 mit Anrufbeantworter

Warum eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht erstellen:

Die Patientenverfügung regelt, welche medizinische Versorgung Sie im Krankheitsfall wünschen und welche Behandlung unterbleiben soll, wenn Sie nicht mehr für sich entscheiden können.

Mit einer Vorsorgevollmacht ermächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens, für Sie zu handeln, falls Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sein sollten.

Eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind wichtige Hilfsmittel, den eigenen Willen rechtlich bindend festzulegen und seine Beachtung sicherzustellen.

Vorträge

Das Angebot des Hospizvereins richtet sich an alle Interessierten. Wir bieten Ihnen Informationen und Vorträge zu folgenden Themen:

  • Rund um die Hospizarbeit
  • Alles zu Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht
  • Letzte Hilfe Kurs
  • Unterrichtsstunden in der Schule
  • Trauer

Die Themen werden im Einzelnen abgesprochen.

Gerne kommen wir zu Ihnen in ihre Einrichtung oder Gruppe, stellen Ihnen den Hospizverein und unseren Dienst vor, berichten über unsere Erfahrungen und stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung.

Letzte Hilfe Kurs

Wir vermitteln das „kleine 1×1 der Sterbebegleitung“: Das Umsorgen von schwer erkrankten und sterbenden Menschen am Lebensende.

Das Lebensende und das Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos. Wir bieten einen Basiskurs zur Letzten Hilfe an in dem Bürgerinnen und Bürger lernen, was sie für ihre Mitmenschen am Ende des Lebens tun können. Wir vermitteln Basiswissen und Orientierung und geben einfache praktische Tipps.

Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern praktizierte Mitmenschlichkeit die auch in Familien und Nachbarschaft möglich ist.

Der Kurs ist ein Angebot für alle, die einen Einblick und – Sicherheit im Umgang mit Sterbenden gewinnen wollen. Wir möchten dazu ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Enden des Lebens am meisten brauchen.

Kursaufbau:

Der Kurs besteht aus vier Unterrichtseinheiten zu jeweils 45 Minuten in einem Termin mit einer Pause

  • Modul 1: Sterben als Teil des Lebens
  • Modul 2: Versorgen und entscheiden
  • Modul 3: Leiden lindern
  • Modul 4: Abschied nehmen

Kursleiterinnen: Angelika Butzeck-Eckstein, Edith Zühlke

Nähere Informationen bitte über Hospizverein erfragen (Tel.: 0921 15052-92)

Hospiz und Schule

Das Thema Sterben, Tod und Trauer in der Familie kindgerecht zu kommunizieren, ist nicht einfach und tabubehaftet. „Wieviel Tod kann man einem Kind zumuten?“ steht als Frage neben der Tatsache, dass der Tod durch seine Darstellung in Filmen und Medien schon längst zum Alltag unserer Kinder gehört und dadurch vermeintliche Normalität ist. Doch der Tod der Medien ist ein anderer als der tatsächlich erlebte Abschied von einem nahen Angehörigen oder Freund. Ein solcher – der „echte“ Tod – macht oft sprachlos und hilflos. Es ist Ziel der Hospizbewegung, Kinder mit diesem Thema nicht allein zu lassen. Sie will ihnen in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und diese so gut wie möglich zu beantworten.

Wir kommen in die Schule, informieren über die Themen Sterben, Tod und Trauer und lassen die Schüler an unseren Erfahrungen bei der Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen teilhaben. Ein offener Umgang mit diesen sensiblen Themen ist uns wichtig. Der Unterricht wird individuell gestaltet und mit den Lehrkräften vorab besprochen. Gerne entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam die passende Unterrichtseinheit.

Flusslandschaft | Hospizverein Bayreuth und Schule

„Hospiz macht Schule“ ein einwöchiges Projekt für Grundschulen

H m S ist ein Titel, der aufhorchen lässt, auch in seiner Doppelsinnigkeit. Wir Hospizler spüren deutlich, dass Kinder in der Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer kaum mehr Berührungspunkte haben, da oftmals das Sterben institutionalisiert in Krankenhäusern oder Pflegeheimen stattfindet. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, durch eine Woche Projektunterricht an Grundschulen mit dem Thema „Hospiz“, Kindern und Pädagogen im geschützten Rahmen die Möglichkeit zu geben, all die Fragen, die sie haben, zu stellen und so gut wie möglich beantwortet zu bekommen.

Rund 300 Hospizvereine beteiligen sich am HmS Projekt. Ziel ist, Kindern den Umgang mit Tod und Trauer nahe zu bringen und Eltern zu vermitteln, dass es insbesondere bei den sensiblen Fragen des Lebens wichtig ist, mit ihren Kindern offen zu sprechen und nichts zu verdrängen. Das Projekt wird den Eltern vor dem Start auf einem Informationsabend ausführlich vorgestellt und mit ihnen diskutiert.

Die Bundes-Hospiz-Akademie hat das Projekt vor rund 10 Jahren entwickelt. Sie stellt einen Ablaufplan und Material bereit und schult Ehrenamtliche aus Hospizvereinen vor Ort, die das Projekt an Grundschulen umsetzen können. Ein 5köpfiges Team kommt fünf Tage lang in eine Klasse u arbeitet in Kleingruppen mit den Kindern. Jeder Tag hat einen anderen Schwerpunkt. Werden und Vergehen – Krankheit und Leid – Sterben und Tod – Traurig sein – Trost und Trösten. HmS ist für Kinder der 3. und 4. Klasse und ist nicht nur ein Instrument der Unterstützung von Kindern, Eltern und Schulen sondern auch der Öffentlichkeitsarbeit.